E-Commerce SEO

Der umfassende Guide für ein besseres Ranking

Kein Online Shop kann auf E-Commerce SEO verzichten. Denn obwohl Paid und No Click Traffic immer stärker werden und sich die Traffic Quellen diversifizieren, kommen noch immer etwa 40 % aller Besucher über die organischen Treffer von Google und Co auf Webseiten. Damit ist die organische Suche mit Abstand eine der größten Traffic-Quellen für Onlineshops.

Zwar dauert es etwas, bis die Ergebnisse einer guten Suchmaschinenoptimierung sichtbar werden. Dafür ist der Erfolg nachhaltig. In Kombination mit einer ausgeklügelten Remarketing Strategie mit Google und Facebook Ads ergeben sich hier viele Synergien.

Dieser Artikel beschäftigt sich umfassend mit dem Thema E-Commerce SEO. Er geht darauf ein, was bei der Wahl von Shopsystemen zu beachten ist, welche Rolle die Seitenarchitektur spielt und wie Du bei der technischen und OnPage Optimierung am besten vorgehst.  So hast Du alles, was Du benötigst, um die Optimierung Deines Onlineshops in Angriff zu nehmen und ein besseres Ranking zu erzielen.

Sichtbarkeitsindex von aboutyou
Entwicklung der Sichtbarkeit von aboutyou.at

Shopsysteme – so findest Du das richtige

E-Commerce SEO fängt bei der Wahl des Shopsystems an. Achte dabei besonders auf folgende Eigenschaften:

Freie Wahl von:

  • Meta Descriptions
  • Title Tags
  • Sprechenden URLs
  • Image Alt-Tags
  • H1-Überschriften
  • Meta-Robots-Einstellungen
  • Canonical URLS
  • Links mit Ankertext in der Navigation
  • Integrierte Content-Plattform (zum Beispiel ein Blog)
  • Generierung von-Sitemaps, die sich individuell konfigurieren lassen
  • Korrekte HTML- Überschriftenstrukturen
  • Erstellung von Weiterleitungen

Große und viel genutzte Shopsysteme bringen in der Regel alles mit, was eine Suchmaschinenoptimierung für Online Shops benötigt oder lassen sich individuell durch Eigenentwicklungen oder Out-of-the-box Addons erweitern. Dazu gehören beispielsweise:

  • Magento
  • Shopify
  • WooCommerce
  • BigCommerce
  • PrestaShop

Schau Dir aber auch bei bekannten Vertretern genau an, was das System bietet. Manchmal liegt der entscheidende Unterschied im Detail.

Die richtige Seitenarchtektur

Die Keyword-Recherche – zentraler Ausgangspunkt für E-Commerce-SEO

Der Ausgangspunkt einer Suchmaschinenoptimierung für Online Shops ist eine Keyword-Recherche. Sie verrät Dir, für welche Keywords Du Seiten anlegen solltest, um Deine Zielgruppe zu erreichen. Die besten Resultate erzielst Du dabei mit professionellen und kostenpflichtigen Tools. Kostenlose Werkzeuge wie Hypersuggest, Answerthepublic oder Google Ads Keyword Planer sind allerdings eine wertvolle Ergänzung bzw. ein sinnvoller Startpunkt.

Nimm Dir Zeit für diesen Teil und hol Dir professionelle Hilfe, wenn Du kein SEO-Experte bist. Schließlich sind die Ergebnisse der Keyword-Recherche das Fundament, auf dem Du Deinen Shop aufbaust. Je besser und umfangreicher die Recherche ist, desto stärker ist dein Fundament. Davon profitierst Du über viele Jahre hinweg.

Bei der Vergabe von Keywords kannst Du Dich an Folgendem orientieren.

  • Startseite: Die Startseiten von Onlineshops ranken in aller Regel für Deine Marke und für Keywords wie „Herrenmode Onlineshop“.
  • Kategorie Seiten: Kategorie Seiten spielen eine zentrale Rolle für E-Commerce SEO. Es ist wichtig, dass sie möglichst gut für kommerzielle Keywords wie „Herrenjeans“ oder „Wohnzimmerregale“ ranken.
  • Produktseiten: Weniger entscheidend sind Produktseiten. Schließlich suchen User selten nach einem bestimmten Produkt. Ausnahmen bestätigen die Regel.
Richtige Seitenstruktur für Online Shops
Seitenstruktur für Online Shops richtig planen

Ein Problem, vor dem viele Shop Betreiber bei Webshop SEO stehen: Short-Tail Keywords wie „Wohnzimmerregale“ sind sehr umkämpft. Kleine und/oder noch junge Onlineshops haben oft keine Chance, für solche Begriffe zu ranken, weil sie schon von den Großen ihrer Branche „besetzt“ sind.

Kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Denn es gibt Methoden, auch als kleiner und junger Shop weit nach vorne in den Suchergebnissen zu kommen. Eine der besten besteht darin, Short-Tail Keywords durch Mid- bzw. Long-Tail-Varianten zu ergänzen. Ein solches Long-Tail Keyword wäre zum Beispiel „Wohnzimmerregale aus Massivholz kaufen“.

Hier ist die Konkurrenz meistens wesentlich geringer. Hinzu kommt ein weiterer Vorteil. Long-Tail Keywords sind spezifischer und die Conversion Rate deutlich höher.

Eine Person, die „Wohnzimmerregale“ in Suchmaschinen eingibt, möchte sich vielleicht nur darüber informieren, welche Regale es gibt. Bei der Suchanfrage „Wohnzimmerregale aus Massivholz kaufen“ kannst Du von einer festen Kaufabsicht ausgehen. In dem Fall kannst Du die Person leichter zu einem Kunden machen – vorausgesetzt Du hast ein paar schöne Regale natürlich.

Wichtig: Überprüfe regelmäßig mit geeigneten Tools, dass jede Deiner Seiten für ein eigenes Hauptkeyword oder Set an ähnlichen Keywords rankt. Durch Erweiterungen oder Blogartikeln kommt es nämlich schnell dazu, dass mehrere Unterseiten um ein Keyword konkurrieren. Die Bezeichnung dafür lautet, „Keyword-Kannibalismus“. Sie deutet schon darauf hin, dass es sich dabei um nichts Gutes handelt.

Tatsächlich kommt es durch Keyword Kannibalismus zu Schwankungen in den Suchergebnissen und einem schlechteren Ranking. Gegensteuern kannst Du zum Beispiel, indem Du:

  • das Keyword auf der Seite, die dafür ranken soll, stärkst und auf der anderen schwächst.
  • mit der Steuerung der internen Verlinkung Seiten auf- oder abwertest.

Die Konzeption der Seitenstruktur – schlüssig für Menschen und Suchmaschinen

Bei der Konzeption der Seitenstruktur solltest Du vor allem zwei Dinge im Kopf behalten:

  • Besucher sollten sich intuitiv zurechtfinden und möglichst schnell das finden, was sie suchen.
  • Eine schlüssige Architektur erleichtert das Crawlen durch Bots von Suchmaschinen. Damit werden Seiten schneller zum Index von beispielsweise Google hinzugefügt.

Außerdem fördert eine gute Seitenarchitektur die Conversion-Rate. Schließlich kaufen potenzielle Kunden im E-Commerce eher, wenn sie sofort finden, was sie suchen. Müssen sie lange hin- und herklicken, brechen viele entnervt ab.

Auch das Gefühl spielt eine Rolle. Im Zweifelsfall kommen Kunden gerne zu einem aufgeräumten, übersichtlichen und benutzerfreundlichen Webshop zurück. Einem Shop, bei dem sie sich wohlfühlen. Auch das ist ein entscheidender Faktor im Bereich Webshop SEO.

Stelle Dir deshalb beim Erstellen immer wieder zwischendurch Fragen wie:

  • Wie bewegen sich Nutzer durch meine Seite?
  • Wie schnell kommen sie zu einzelnen Produkten?
  • Wo lassen sich Umwege bzw. überflüssige Klicks vermeiden?
  • Macht das Navigieren durch meine Seite Spaß?
  • Wissen Nutzer immer sofort, wo sie sich auf einer Seite befinden?

Grundsätzlich hat sich bei Onlineshops eine flache Seitenarchitektur bewährt. Vermeide, dass sich Nutzer von einer Oberkategorie durch viele Unterkategorien klicken müssen. Je weiter es in die Tiefe geht, desto höher ist die Gefahr von Abbrechern.

Hilfreich bei der Suchmaschinenoptimierung für Online Shops sind sogenannte Heatmap Tools. Sie zeigen Dir, wie sich User durch Deinen Shop bewegen und wie sie mit diesem interagieren. Aber auch kostenlose Tools wie die Google Search Console sind hilfreich bei der Optimierung.

Entwicklung der Google Sichtbarkeit in Search Console
Entwicklung der echten Google Sichtbarkeit in der Google Search Console

Tipp: Durch geschickte Verlinkungen lassen sich Wege verkürzen. Das ist besonders wichtig für umfangreiche Onlineshops, bei denen sich eine flache Architektur schlecht realisieren lässt.

Die technische Optimierung

https statt http – Sicherheit macht sich bezahlt

Mittlerweile ist es eigentlich Standard. Trotzdem sollte es nicht unerwähnt bleiben: https ist Googles Liebling. Davon abgesehen zeigt das Protokoll Nutzern, dass Du auf ihre Sicherheit Wert legst und für eine Verschlüsselung der Verbindung sorgst. Zwei gute Gründe, spätestens jetzt von http umzusteigen.

Vermeide lange Ladezeiten

Für die Ladezeit von Webseiten gilt: je schneller, desto besser. Langes Warten wird nicht nur von Google und anderen Suchmaschinen abgestraft. Es erhöht das Risiko, dass User entnervt abbrechen. Auf der anderen Seite sorgen kurze Ladezeiten für ein positives Nutzererlebnis und bessere Conversion Raten.

Der Haken: Die Ladezeiten von Webseiten sinken allgemein. Damit sinkt auch die Geduld Deiner Kunden. Drei oder 4 Sekunden waren früher durchaus üblich. Heute können sie wie eine Ewigkeit wirken.

Beschleunigen lässt sich die Ladezeit von Seiten unter anderem durch folgende Maßnahmen:

  • Verringere die Anzahl externer Quellen, die geladen werden müssen. Dazu gehören zum Beispiel Bilder und Stylesheets ebenso wie Skripte.
  • Reduziere die Größe von Bildern. In einem guten Bildbearbeitungsprogramm geht das mit wenigen Klicks.
  • Nutze einen dezidierten Server statt einer Shared-Hosting-Plattform.
  • Falls möglich, verwende keine bzw. sehr wenige 301-Weiterleitungen.
  • Packe alle Stylesheets in ein CSS-File. Verlinke dieses aus dem-Abschnitt.
  • Verzichte auf JavaScript-Dokumente und inline-Styleangaben.
  • Verwende bei internationalen Shops ein Content Delivery Network.
  • Nutze DNS-Prefetching.
  • Entscheide Dich für Server mit http/2.
Identifizierung von Ladezeit Problemen
Lighthouse Report zur Identifizierung von Ladezeit Problemen

Paginierung – durch noindex Rankingverluste vermeiden

Gerade bei Kategorie Seiten ist es oft notwendig, diese in mehrere Seiten aufzusplitten. In diesem Zusammenhang spricht man von „Paginierung“. Sie kann in Zusammenhang mit Online Shop SEO eine kritische Rolle spielen.

Das Problem dabei: Ergreifst Du keine zusätzlichen Maßnahmen, weiß Google manchmal nicht, welche Seite für das ausgewählte Keyword ranken soll. Im schlechtesten Fall erscheint die falsche Seite in den Suchergebnissen.

Diesem Problem kannst Du zum Glück vorbeugen. Verwende den Eintrag noindex in den Metatags und schließe Seiten so von den Suchergebnissen aus.

Am besten kombinierst Du noindex mit dem Attribut follow, damit der Crawler den Links auf der Seite weiter folgt. So gehen diese nicht verloren. Alternativ gibt es noch andere Lösungen bei Paginierung, zum Beispiel die Verwendung von Canonical Tags. Jede dieser Herangehensweisen hat ihre Vor- und Nachteile

Duplicate Content durch Canonical Tags vorbeugen

Speziell bei Onlineshops entsteht schnell Duplicate Content, der wiederum zu Rankingverlusten führt. Das ist zum Beispiel der Fall bei

  • Filterfunktionen
  • Produktvarianten, zum Beispiel unterschiedlichen Materialien
  • Unterkategorien, die in verschiedenen Oberkategorien auftauchen
  • Produkten mit sehr ähnlicher Beschreibung

Die Folge sind verschiedene URLs mit gleichen oder sehr ähnlichen Inhalten, zum Beispiel

www.unternehmensname.de/Smartphones.html und www.unternehmensname.de/Smartphones.html?Marke=Apple

In solchen Fällen kannst Du Canonical Tags verwenden, entweder im Code oder in der Seitenantwort. Damit zeigst Du Google, dass es sich bei einer URL um den Originalinhalt handelt und bei der anderen um eine Version, die der Bot ignorieren soll.

Vorsicht: Damit Canonical Tags ihren Sinn erfüllen, kombiniere sie nicht mit noindex und verwende nicht mehrere für eine Seite. Vergewissere Dich außerdem, dass die Seiten tatsächlich zu großen Teilen identisch sind. Sonst besteht das Risiko, dass der Googlebot den Tag oder sogar alle auf Deiner Seite ignoriert.

Mobile Webseiten sind ein Muss

Immer mehr Nutzer kaufen über Smartphones online ein. Allein deshalb ist es entscheidend, Deine Webseite für Mobilgeräte zu optimieren. Hinzu kommt, dass Google dies ebenfalls honoriert. Natürlich ist auch bei der mobilen Darstellung eine kurze Ladezeit wichtig.

Mobile Friendly Testing Tool
Mobile Friendly Testing Tool

Bei internationalen Webshops – hreflang verwenden

In internationalen Onlineshops existieren Inhalte in verschiedenen Sprachen. Aber wie teilt man das Google mit? Am besten durch das rel=”alternate” hreflang=”x” Link-Attribut.

Richtig eingesetzt, verrät es Google, dass bestimmte URLs für Nutzer mit einer bestimmten Sprache gedacht sind und für diese in den Suchergebnissen angezeigt werden sollen.

Außerdem vermeidest du durch hreflang, dass Seitenversionen als Duplicate Content eingestuft werden, die sich nur in Kleinigkeiten wie regionalen Schreibweisen oder Währungen unterscheiden. Solche Versionen einzurichten, kann sinnvoll sein, wenn Du Nutzer ansprechen willst, die in verschiedenen Regionen leben, aber dieselbe Sprache sprechen.

Allerdings ist die Verwendung von hreflang nicht ganz einfach. Ausführliche Informationen findest Du in diesem Artikel zu hreflang.

Strukturierte Daten – Rich Snippets für mehr Klicks

Strukturierte Daten helfen Suchmaschinen, den Inhalt Deiner Seite leichter zu verstehen. Sie informieren den Crawler zum Beispiel darüber, dass es sich bei einem Inhalt um ein Video handelt oder bei einer Zahlenfolge um Öffnungszeiten.

Außerdem entstehen durch strukturierte Daten Suchergebnisse mit Rich Snippets, zum Beispiel Kundenbewertungen in Form von Sternchen. Rich Snippets sind sehr aufmerksamkeitsstark und animieren zum Klicken. Gerade bei der Suchmaschinenoptimierung für Online Shops sind sie deshalb ein wichtiges Element.

Markup in Form von Kundenbewertungen

Schau Dir diese Anleitung für Markups an, um von den Vorteilen strukturierter Daten zu profitieren

Die OnPage-Optimierung

Die URL – kurz und aussagekräftig

Bereits die URL von Seiten kann erhebliche Auswirkungen im Bereich Webshop SEO haben.

Um keine böse Überraschung zu erleben, vermeide lange und schwer lesbare URLs mit kryptischen Zahlenkolonnen.

  • Halte URLs kurz.
  • Gestalte sie nachvollziehbar für Menschen und Suchmaschine.
  • Am besten sind sogenannte sprechende URLs. Sie verraten auf einen Blick, was sich auf der Seite befindet.

In der Praxis bedeutet das:

www.onlineshop.at/herrenmode/sneaker statt www.onlineshop.at/herrenmode/?p=4598

Metadaten – Tipps für Title und Description

Die Snippets in den Suchergebnissen sind das erste, was potentielle Besucher zu sehen bekommen, wenn sie nach einem Keyword suchen. Wenn der erste Eindruck stimmt, erhöht sich die Chance, dass sie auf „Dein Snippet“ klicken und nicht auf das der Konkurrenz.

Die folgenden Tipps helfen Dir dabei, gute Metadaten zu erstellen:

Meta Title

  • Integriere das zentrale Keyword möglichst weit vorne
  • Achte auf die richtige Länge von maximal 524 Pixel, das entspricht etwa 58-65 Zeichen

Meta Description

  • Bringe das Keyword und eventuell verwandte Begriffe unter.
  • Verwende Sonderzeichen für mehr Aufmerksamkeit.
  • Orientiere Dich am AIDA-Prinzip, um User abzuholen.
  • Denke an den Call to Action.
  • Achte auf die richtige Länge von etwa 100 – 145 Zeichen

Beim Erstellen von Meta-Daten in der richtigen Länge hilft Dir ein Snippet-Generator.

Optimaler Einsatz der Meta Daten für Title und Description
Optimaler Einsatz der Meta Daten für Title und Description

Texte – wichtige Ergänzungen zu Bildern

Vernachlässige über Bilder nicht die Texte in Deinem Shop. Schließlich können Besucher nicht wie im stationären Handel Produkte anfassen und ausprobieren.

Gute Texte geben Dir die Chance, das wett zu machen, indem sie Besuchern wertvolle Zusatzinformationen zu Produkten zu liefern. Manchmal geben sie den entscheidenden Ausschlag für eine Bestellung.  Außerdem liefern gute Texte wichtige Hinweise für Google und unterstützen so E-Commerce SEO.

Das bedeutet vor allem:

  • Verfasse eigene Texte bzw. lasse diese verfassen. Kopiere auf keinen Fall Herstellerbeschreibungen, auch wenn das Zeit spart und nichts kostet.
  • Integriere das zentrale Keyword in die H1-Überschrift, in den Body-Text und in Alt-Tags.
  • Verwende Synonyme und verwandte Begriffe. Für längere Texte lohnt sich eine IDF*WDF-Analyse.
  • Packe die wichtigsten Eigenschaften von Produkten auf Produktseiten in Aufzählungen.
  • Konzentriere Dich weniger darauf, was Produkte haben bzw. können. Mache lieber deutlich, welche Vorteile der Käufer davon hat – zum Beispiel, attraktiv auszusehen. Verkaufe ein Erlebnis und nicht ein Produkt. Denn darum geht es bei einem Kauf.
  • Achte auf eine Tonalität, die zu Deiner Zielgruppe und Deiner Marke passt und vergewissere Dich, dass Du sie konsistent verwendest.
  • Lege bei längeren Texten Wert auf Übersichtlichkeit durch Zwischenüberschriften, Absätze, Infokästen und ähnliche Elemente. Mache Besuchern das schnelle Scannen so einfach wie möglich.

Für Kategorieseiten in Onlineshops hat sich folgender Aufbau bewährt:

  1. H1-Überschrift mit dem Hauptkeyword.
  2. Kurzer Teaser ebenfalls mit dem Keyword
  3. Produkte
  4. Längerer Text mit zusätzlichen (wertvollen) Informationen, dem Hauptkeyword und verwandten Begriffen.

Nicht verzichten solltest Du auf eine Filterfunktion. Für Produktseiten ist es außerdem ratsam, durch das Anzeigen ähnlicher Produkte eine interne Verlinkung zu organisieren.

Was die Länge der Texte betrifft, gibt es viele unterschiedliche Aussagen. Grundsätzlich wirken lange Texte abschreckend in einem Onlineshop. Auf der anderen Seite ist es zentral, Besuchern und Google wichtige Informationen zu liefern.

Kurz und prägnant, aber nicht zu kurz ist die beste Taktik. Ein bisschen Probieren kann hier nicht schaden.

Wichtig: Die Zeiten von Keyword-Spamming sind vorbei. Heute straft Google Seiten mit langen und nichtssagenden Texten voller Keywords ab.

Keyword Entwicklung für organische Rankings
Keyword development for organic rankings

Interner und externer Linkaufbau

Interne Verlinkungen richtig durchführen

Mithilfe sinnvoller interner Verlinkungen gewinnt Google ein Bild von Deiner Webseite und davon, welche Inhalte wichtig sind. Dabei liegt die Betonung auf sinnvoll:

  • Verlinke nicht zu viel auf einer Seite. 2 x pro 500 Wörter ist ausreichend.
  • Achte auf klare und aussagekräftige Ankertexte statt „hier“.
  • Verlinke nicht mehrmals auf einer Seite zum selben Ziel.
  • Denke immer die Nutzer bzw. Kunden. Interne Links sollen ihnen helfen, schnell an ein Ziel zu kommen.

Externe Verlinkungen – wertvolle Backlinks erhalten

Schwieriger als die interne Verlinkung gestaltet sich die externe Verlinkung. Gute Backlinks unterstützen aber ein gutes Ranking.

Der Haken daran: Viele verbreitete Strategien, aktiv Backlinks zu erhalten, werden von Google abgestraft. Unbedingt verzichten solltest Du auf

  • Linktausch
  • Linkkauf über einschlägige Portale

Auch in Foren bzw. Kommentarfunktionen nichtssagende Kommentare wie „Super Artikel“ zu hinterlassen, um Backlinks zu erzeugen, ist eine zweifelhafte Methode. Sie wird schnell vom jeweiligen Betreiber durchschaut, stößt auf wenig Gegenliebe und führt dazu, dass Dein Kommentar nicht freigegeben wird.

Welche Methoden sind aber nun empfehlenswert, um gute Backlinks für Webshop SEO zu erhalten?

  • Verzeichnisse: Bitte darum, Deine Seite in Storefinder und ähnliche Verzeichnisse einzutragen.
  • Gastbeiträge: Versuche, Gastbeiträge in thematisch relevanten Portalen unterzubringen.
  • Reviews: Gerade kleine Blogger freuen sich über Testprodukte und die Bitte um ein Review. Achte aber darauf, dass es sich um einen seriösen Blog handelt, der etwas mit dem Thema Deines Onlineshops zu tun hat.
  • Wertvoller Content: Eine der besten Methoden, Backlinks zu erhalten, besteht darin, wertvollen Content bereitzustellen. Im Zweifelsfall folgen die Links dann von alleine.

Wichtig ist auch, vorhandene Backlinks regelmäßig zu überprüfen. Führen diese ins Leere, zum Beispiel weil eine Seite nicht mehr existiert, kann das negative Auswirkungen auf das Ranking haben und einen schlechten Eindruck auf Besucher machen.

Natürliche Backlink Entwicklung über Jahre
Natürliche Backlink Entwicklung über Jahre

Content Marketing – gute Inhalte für gutes Ranking

Warum es sinnvoll ist, einen Blog zu führen, wenn Du doch eigentlich Produkte verkaufen willst?

Die wichtigsten Gründe sind:

  1. Suchanfragen mit einer klaren Kaufabsicht (Commercial) sind in der Minderheit. Die meisten Menschen wollen erst einmal etwas wissen. Sie haben ein Problem, das sie lösen möchten. Um diese Keywords (informational) zu bedienen, brauchst Du Ratgeber wie „Was ist der Unterschied zwischen verschiedenen Matratzentypen?“ oder „10 Tipps für die Auswahl des besten Shopsystems“. Im Idealfall erzeugst Du so eine Kaufabsicht und machst auf Deine Produkte aufmerksam.
  2. Guter Content ist hervorragend geeignet, um Backlinks zu erzeugen und auf diese Art eine Suchmaschinenoptimierung für Online Shops zu unterstützen.
  3. Indem Du von Content auf Produkt- oder Kategorieseiten verlinkst, kannst Du diese zusätzlich aufwerten.

Deshalb lohnt es sich für Onlineshops, einen Blog oder sogar ein eigenes Onlinemagazin zu veröffentlichen, Infografiken zu erstellen und Antworten auf relevante Fragen zu liefern.

Vorsicht: Nur guter Content ist King. Eilig erstellte Listen oder nichtssagende Grafiken haben eher einen gegenteiligen Effekt.

Online Shop SEO lebt von konstanter Optimierung

Dein Shop rankt gut und der Absatz wächst? Glückwünsch! Mache aber jetzt nicht den Fehler, Dich zurückzulehnen und nichts zu tun. E-Commerce SEO bedeutet, immer wieder nachzuarbeiten.

Organische Suche bei guter SEO Performance einer der besten Conversion Kanäle
Organische Suche bei guter SEO Performance einer der besten Conversion Kanäle

Schließlich kommen in vielen Shops von Zeit zu Zeit neue Produkte und Kategorien hinzu. Auch der Algorithmus von Google und anderen Suchmaschinen ändert sich. Außerdem lässt sich die Nutzererfahrung selbst bei erfolgreichen Shops immer noch verbessern. Mit den Tipps in diesem Artikel hast Du eine gute Ausgangsposition, um Deiner Seite dauerhaft ein gutes Ranking zu sichern.

Mehr über den Autor

Florian Hieß ist leidenschaftlicher Online Marketer und hat mehr als 15 Jahre Erfahrung im Online Marketing mit einem Fokus auf SEO und Performance Marketing im eCommerce und SaaS. Er ist Head of Digital Marketing beim Social Media Management Tool Swat.io und außerdem als Lektor für Suchmaschinenoptimierung an der FH St.Pölten und Donau Uni Krems tätig. Gemeinsam mit seiner Frau und Geschäftspartnerin Romana unterstützt er mittelständische Unternehmen im Online Marketing.