Das Zollformular leicht gemacht

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Das Zollformular leicht gemacht

Egal ob man als Privatperson oder Unternehmen etwas versenden möchte: jeder kennt die unangenehme Situation sich mit dem Zollformular (CN 22 oder CN 23) auseinandersetzen zu müssen. Dabei muss die Abwicklung einer Zollsendung gar nicht so kompliziert sein! Dieser Beitrag soll als Anleitung dafür dienen und dir das Leben vereinfachen.

Wann muss ich mit Zollformular versenden?

Grundsätzlich muss das Zollformular einer Sendung beigelegt werden, sobald in ein Land außerhalb der EU versendet wird. Bei Waren im Wert von max. €377,22 (Stand 2017) ist das Formular CN22 ausreichend. Für Sendungen, deren Warenwert diesen Betrag übersteigt, ist das detaillierte CN23 benötigt. Aus diesem Grund wird in diesem Blog ausschließlich letzteres genau beschrieben und kann auch für das Ausfüllen des CN22 herangezogen werden.
Dabei ist es wichtig zu beachten, dass das Formular an der Außenseite des Versandkartons angebracht wird. Idealerweise sollte das Formular in einer transparenten und selbstklebenden Hülle eingeschlossen sein. Zusätzlich ist es für verkaufte Waren erforderlich, eine Handelsrechnung mit Kopie beizulegen.

Die Zollinhaltserklärung richtig ausfüllen

Primär gilt es darauf zu achten, dass die Information für die Beamten im Empfangsland verständlich ist. Das heißt, dass diese auf Englisch oder auf der jeweiligen Landessprache sein muss. Die Felder am Zollformular sollten wie folgt beschriftet werden:

Beschriftetes Zollformular

  1. Absenderdaten: Absenderanschrift und bestenfalls eine Telefonnummer anführen. Das Feld für die Zollnummer (EORI) bleibt frei, wenn es sich um einen Privatsender handelt und muss nur von Unternehmen ausgefüllt werden. Solltest du noch keine Zollnummer besitzen, findest du hier weitere Informationen für den Antrag:
    Österreich:
    https://www.bmf.gv.at/zoll/fuer-unternehmen/eori-antragsverfahren/eori-antragsverfahren.html
    Deutschland:
    https://www.zoll.de/DE/Fachthemen/Zoelle/EORI-Nummer/Beantragung-einer-EORI-Nummer/beantragung-einer-eori-nummer_node.html
  2. Empfängerdaten: Empfängeranschrift nochmals angeben, auch wenn sie bereits auf dem Paketaufkleber steht und das Bestimmungsland nicht vergessen. Bei gewerblichen Verkäufen muss die USt-ID rechts daneben angeführt werden. Darunter empfiehlt es sich zusätzliche Kontaktinfos hinzuzufügen.
  3. Menge, Beschreibung, Gewicht, Wert, Währungseinheit: Gib hier genauere Informationen bezüglich der Ware an, die du versendest. Bei gleichartigen Artikeln summiere die Anzahl, das Gewicht und den Wert der Waren.
  4. Zolltarifnummer und Ursprungsland: Diese Information muss nicht angegeben werden, wenn es sich um eine Geschenksendung handelt, sondern ist nur bei Handelswaren verpflichtend. Die Zolltarifnummer entspricht dem HS Code und sie dient der eindeutigen Identifikation von Warenströmen und wird in der Außenhandelsstatistik erfasst. Eine Liste mit allen Zolltarifnummern kannst du hier finden: http://www.zolltarifnummern.de/custom_codes.php
    Mit Ursprungsland ist das Herstellungsland der Ware gemeint.
  5. Summe des Gewichts und des Warenwerts: Summiere die oben ausgefüllten Zellen. Der Gesamtwert der Waren sollte dem der beiliegenden Handelsrechnung entsprechen (bei gewerblichen Sendungen).
  6. Portokosten: Die Zollabgaben im Empfängerland werden auf Basis des Warenwertes plus der Portokosten (Kosten, die ausschließlich für den Versand anfallen) berechnet. Gib daher die Portokosten in der Währung des Ziellandes an, wenn der Empfänger die Versandkosten zu tragen hat. Ist die Lieferung versandkostenfrei, ist dieser Punkt hinfällig.
  7. Art der Sendung: Kreuze hier zutreffendes an und gib in der “Erklärung” beispielsweise an, dass es sich um einen “Article for sale” handelt.
  8. Bemerkungen, Bescheinigungen, Genehmigungen: Dieses Feld muss ausgefüllt werden, wenn du genehmigungspflichtige Waren in ein Nicht-EU-Land versendest. Dies kann ein kompliziertes Unterfangen sein und sollte mit Experten abgewickelt werden. Mehr Informationen dazu findest du hier: https://www.wko.at/service/aussenwirtschaft/Gelistete_Dual_Use-Gueter.html
  9. Rechnungsnummer: Wenn du Waren verkaufst, muss eine Handelsrechnung beigelegt werden und die dazugehörige Rechnungsnummer hier angeführt werden.
  10. Datum und Unterschrift des Absenders
  11. Einlieferungsstelle und Absendedatum: Wird vom jeweiligen Versandunternehmen/der Postfiliale übernommen.

Damit auch letzte Unklarheiten aus dem Weg geräumt werden, wird hier ein Beispiel zur besseren Verständlichkeit illustriert. Angenommen du besitzt einen Online Shop und versendest zwei T-Shirts (jeweils €19,90) und Jeans (€70,00) in einen Drittstaat (in diesem Fall die Schweiz), dann wäre das Zollformular auf folgende Weise auszufüllen:

Beispiel für das Zollformular

Mit dieser Anleitung zur richtigen Bearbeitung des Zollformulars sollte deiner Sendung in einen Drittstaat nichts mehr im Wege stehen!

Ist dir der Aufwand zu mühsam und du möchtest die Zollabwicklung schnell und unkompliziert hinter dich bringen? Dann überlass einfach byrd die Arbeit.Mithilfe unserer App wird dir angezeigt welche Daten benötigt werden und diese detailliert abgefragt. Das Zollformular wird zusätzlich zum Versandlabel automatisch bei uns im Lager ausgedruckt und direkt am Paket angebracht, so dass es keine Verwechslungsgefahr geben kann. Auf diese Weise können wir sicherstellen, dass du die Zollinformationen innerhalb kürzester Zeit bereitstellen kannst und deine Sendung auch wirklich beim Empfänger ankommt!

Mehr Informationen zu unserem Service bekommst du hier: http://getbyrd.com/business/